LTE wird unter den Mobilfunkbetreibern bereits jetzt als der Retter des Internetzugangs für unterwegs gesehen. Nachdem die Lizenzkosten für UMTS allein einen zweistelligen Milliardenbetrag verschlungen hatten, fiel LTE mit deutlich geringeren Kosten kaum auf. In diesem Jahr wird es zwar nichts mehr mit dem flächendeckenden Aufbau eines LTE-Netzes, spätestens 2011 jedoch soll die vierte Generation des drahtlosen Internetempfangs verfügbar gemacht werden.
Was LTE genau ist und warum es UMTS verdrängen wird
Die Abkürzung LTE steht für Long Term Evolution. Im Prinzip wird der Endverbraucher allein durch die Nutzung eines LTE-Handys keine besonderen Vorteile erhalten – bis auf eine drastisch erhöhte Geschwindigkeit. UMTS wird momentan meistens im Bundle mit dem Datenturbo HSDPA vertrieben und bringt es dabei auf eine maximale Downloadgeschwindigkeit von 7,2 Megabit pro Sekunde. Diese Bandbreite wird noch einmal zwischen allen UMTS-Nutzern innerhalb eines bestimmten Gebiets aufgeteilt, sodass diese theoretische Maximalgeschwindigkeit am Ende nie erreicht wird.
LTE hingegen gibt sich mit einer solch kläglichen Bandbreite gar nicht erst ab. In einigen Großstädten Skandinaviens – Oslo, Stockholm, Helsinki – laufen noch immer Pilottests mit einem voll funktionsfähigen LTE-Netz, welches eine Downloadgeschwindigkeit von 100 und eine Upload-Bandbreite von 50 Megabit pro Sekunde bereitstellt. Damit ist LTE gut 15-mal schneller als HSDPA. Auch bei dieser Technik wird die letztendliche Bandbreite unter den Nutzern verteilt werden. Allerdings bleibt angesichts der hohen Rohleistung des Netzes sehr viel mehr Geschwindigkeit für jeden einzelnen LTE-Anwender übrig.
Wie steht es um Deutschland?
Hierzulande haben alle großen Mobilfunkbetreiber bereits angekündigt, so schnell wie möglich mit dem Ausbau des 4G-Netzes beginnen zu wollen und LTE Anbieter zu werden. Vodafone beispielsweise fängt bereits im September mit dem Aufbau an, 2011 soll es dann endlich fertiggestellt sein. Außerdem wurde angekündigt, dass auch die „weißen Flecken“ auf der Deutschlandkarte – also die Bereiche, die bislang nicht mit breitbandigem Internet gesegnet waren – so vollständig wie möglich mit mindestens drei Megabit pro Sekunde versorgt werden sollen.

